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14 Jahre SR­A­

Sigrid Dibon, Fadi Dorninger, Johnny Dibon (1997)
Sigrid Dibon, Fadi Dorninger, Johnny Dibon (1997)
Fadi Dorninger, Sigrid Dibon, Johnny Dibon (1997)
Fadi Dorninger, Sigrid Dibon, Johnny Dibon (1997)
Sigrid Dibon und Martin
Sigrid Dibon und Martin "Hüsi" Kastner (1999)

ein humorvoller Rückblick von Wolfgang Dorninger

Wie alles begann, von der Vision zum Tun, Ottakring, Finanzierungsprobleme, Server, Umzug ins mica, Rauswurf aus dem mica und das here & now im Q21 - Museumsquartier!

Begonnen hat alles im Sommer 1993 als sich Johannes Dibon (damals noch Pichler) und ich, stets darüber ärgerten, daß Anfragen an die Musikzeitung SKUG betreff österreichischer Musik unbeantwortet blieben und wenn doch, dann von uns beiden.
Bei einer Zusammenkunft im Gasthaus Amsüß, schlossen Dibon und ich ein Abkommen der Finsternis den Kampf anzusagen.
Es muss eine relationale Datenbank sein, so Dibon und ich muss anmerken, daß es einige Biere gedauert hat, bis ich mit dem relational etwas anfangen konnte.
Und die Datenbank muss im Internet stehen, Kontakte zur Wirtschaftsuni gäbe es, da können wir uns reinhängen, so Dibon.
Ein Archiv gegen das Vergessen, weltweit zugreifbar, lies mein Herz höher schlagen und so wurde noch am selben Abend SKUG RESEARCH geboren. Leicht im Herzen und schwer in den Beinen verließen wir das Amsüß, das fortan als Geburtsstätte von SR, Teil eben jener Geschichte sein sollte. Stammlokal war es allemal schon.

Die mutigen Förderer der Frühphase gehören in diesem Zusammenhang besonders hervorgehoben: Es sind dies: SKE Fond der austro mechana, BMUK Abt. 4/8, BMUK Abt. 2/6 (Forschung), Kulturamt der Stadt Linz und Kulturabteilung des Landes OÖ.
Der Weg führte uns auch zu Matthias Finkentey, zu der Zeit selbst in der Entstehungsphase des mica verhaftet, unseren Ausführungen lauschte.
Versprechen zur Kooperation wurden vereinbart, was besonders leicht fiel, da sich die Projektziele nicht überschnitten. Musikinformation, da wie dort, bei uns Subkultur und Pop, dort E-Musik und Jazz.
Zurück in Ottakring gingen wir daran, in Allianz mit anderen in der Bürogemeinschaft ansässigen Projektgruppen und Künstlern, ein Konzept für einen selbst verwalteten Server zu erarbeiten. Kurze Zeit später hingen wir als silverserver.co.at im Netz.

Der Jubel war groß, SR im Netz und das erste Layout natürlich selbst gebastelt. Damals durchaus mit Stolz erfüllt, schämen wir uns heute noch für diese graphische Schandtat, die wir Wiederholungstätern gleich, noch ein zweites Mal begingen.

Der Doppelbelastung Zeitung (SKUG) und Skug Research nicht mehr gewachsen, kam es 1996 zur Ausgliederung von SR aus dem Zeitungsprojekt. Mit Einzug in das mica im Frühling 1997 bekam Skug Research einen bis heute gültigen Namen: SR-Archiv österreichischer Popularmusik.
Diese Veränderung wurde mit einem vollständigen Relaunch der SR-Homepage flankiert. Gestaltet von Stefan Possert (Farmers Manual) hat uns diese bis zum 27. Okt. 2003 sehr viel Freude gemacht.

Wir entschieden uns mit dem Einzug in das mica für ein "breites" POP-Archiv ohne die Bereiche Operette, Schlager, Volksmusik und Klassik.
SRA flankierte mit seinem Archiv und Datenbank das mica auf Messen und Vorträgen. Weiters beanworteten wir nahezu alle Anfragen Pop betreffend, dafür gab es sogar Finanzmittel, mietfreies Büro und regen Austausch.
Anfang 2002 endete die fruchtbare Co-Existenz von SRA und mica. Die neue Geschäftsführung hatte andere Ziele und sah keinen Raum mehr für SRA im mica. Mit dem Geschäftsführerwechsel wurden die Mittel von mica an SRA gestrichen und auch sonst verschlechterte sich das Arbeitsklima. Ende 2001 erhielten wir die Kündigung und Mitte 2002 übersiedelte SRA ins Museumsquartier.
Dieser Kraftakt kostet uns 7 Monate harter Arbeit.
Seit Frühling 2003 strahlt das Archiv im Museumsquartier wieder in vollem Glanz. Das Archiv öffnet sich mit Veranstaltungen wie Listen To Gold den Besuchern: Experten präsentierten alle 14 Tage ausschließlich Ö-Musik direkt aus dem Archiv.
Im Zuge der Öffnung des Archives in ein Dienstleistungs-Zentrum erweiterte SRA sein Angebot.  Seit September 2004 betreiben wir den Musiktank im Museumsquartier wo Kunden sich CDs on demand gegen Bezahlung brennen lassen können. Dieses Service wird seit Oktober 2006 auch im Haus der Musik angeboten. Ausgehend von dieser Initiative zur Verbreitung österreichischer Popularmusik wurde dieses Angebot mit musiktank.at auch auf den online-Bereich ausgedehnt.

Weitere Aktivitäten:
Lesezone: Hier liegen für Musikinteressierte Magazine mit Schwerpunkt Musik zum Schmöckern auf.
Musiktanker: Wolfgang Dorninger erstellt für SRA in Zusammenarbeit mit MusikExpertInnen "Musiktanker"-Compilations zu bestimmten Themen. Diese sind nur bei SRA/musiktank im MQ erhältlich.
sraVideoarena: Im Archivschaufenster präsentieren wir Videoarbeiten aus der Schnittstelle Videokunst und Musik. Bislang zeigten wir Arbeiten von jade movements, Vidoc, Didi Bruckmayr.

Besuchen sie uns nicht nur online, tun sie es auch offline im quartier21/MQ
Museumsplatz 1 1070 Wien, frei nach dem Motto: "Do pass by and have a drink" (Wipeout).

gepostet am 20-11-2007 00:00:00, mehr Artikel von SRA.at, mehr Artikel aus der Kategorie SRA what?